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Surefire

G3-LED Holster Kit

 

 

Die Surefire G3 ist eigentlich nichts weiter, als die 40gr. leichtere Nitrolon-Kunststoffvariante der „alten“ P9. Die hier vorgestellte G3-LED ist 17cm lang und 150gr. schwer. Der Lampenkörper besteht wie die Xenon-G3 aus Nitrolon und der Lampenkopf mit Anti-Roll-Vorrichtung ist aus Aluminium. Die Leuchtleistung wird mit 80 Lumen angegeben und die Betriebszeit soll mit 3 CR123A Lithium-Batterien bei 9,4 Stunden liegen.

 

 

Der Kunststoffkörper der G3 ist sehr robust. Er hat eine griffige Oberfläche und nimmt die Umgebungstemperatur kaum an. Auch ohne Handschuhe sitzt die Lampe bei normaler Griffkraft fest in der Hand. Aktiviert wird der LED-Chip durch einen Tastknopf am hinteren Ender der Lampe. Wird der Tastknopf wieder losgelassen erlischt das Licht. Um dauerhaft zu leuchten, muss die Endkappe im Uhrzeigersinn bis zum Anschlag gedreht werden. Dreht man nun die Endkappe eine halbe Umdrehung zurück, ist die Lampe vor versehentlicher Aktivierung gesichert.

 

 

 

Richtig interessant wird die G3-LED in Verbindung mit dem Holster-Kit. Dieses Kit beinhaltet die G3-LED, ein Kunststoffholster, insgesamt 9 CR123A Batterien und eine Bedienungsanleitung. Das Holster ist nur für die „Bezzel-Down“ Trageweise geeignet und für Rechts- und Linkshänder verwendbar. Der Tragewinkel lässt sich von 0-45 Grad stufenlos einstellen. Die Gürtelhalterung kann für Gürtel mit einer Breite von 1.50“ (38mm), 1.75“ (45mm), 2.00“ (50mm) und 2.50“ (57mm) angepasst werden.

 

 

Die Haltekraft des Holster kann nicht eingestellt werde. Jedoch sitzt die Lampe fest genug in der Vorrichtung, um nicht bei üblichen Einsatzsituationen wie Rennen, Springen, Klettern oder ähnlichen Aktivitäten, aus der Halterung zu fallen. Das Holster ist so konstruiert, dass sich die Lampe am besten in einem eher horizontalen Winkel aus der Arretierung ziehen lässt. Bei dieser Art und Weise des Lampeneinsatzes in Verbindung mit einer Kurzwaffe ist der „Harries“-Anschlag am besten geeignet. Wenn der Schütze einen Anschlag wie „FBI“ oder „Neck-Index“ bevorzugt, ist es günstiger die Lampe vertikal zu tragen. Um hier nicht gegen das Arretierungssystem arbeiten zu müssen, empfiehlt es sich als Rechtshänder das Holster für Linkshänder zu konfigurieren. So kann die Lampe besser aus dem vertikal getragenen Holster gezogen werden, ohne hängen zu bleiben. Was dann auch problemlos funktioniert.

 

 

Neben der Halterung für die G3 befindet sich ein Magazin am Holster in dem 3 CR123A Batterien zugriffsbereit mitgeführt werden können. Wenn keine taktische Weste getragen wird in der genug Platz für Reservebatterien ist halte ich diese Transportmöglichkeit für sehr praktisch. Auch wenn der Trend zur Zweit- oder auch Drittlampe geht und der Einsatz einer solchen vermutlich zügiger ist als ein schneller Batteriewechsel von statten geht, hat man mit den 3 Extrabatteriene immer eine Reserve direkt am Mann. Ein versehendlicher Verlust der Batterien ist auszuschließen, da der Anwender leicht gewalttätig strukturiert sein muss um an die begehrte Energie zu gelangen.

 

 

Meine weiteren Tests: 

Lichttest: Den Lichttest habe ich in vier Stufen unterteilt. Aber bitte bedenkt, ich bin Gunner und kein Physiker. Im ersten Teil teste ich die Blendwirkung auf 10m Entfernung. Im zweiten Test beurteile ich die Helligkeit und die Ausleuchtung in 10m Entfernung und beim dritten Test aus 30m Entfernung. Zum Schluss bestücke ich die Lampe mit hochwertigen Batterien und führe einen Dauerlichttest durch. Das Licht verfügt über einen schattenfreien Spot. Die Leuchtkraft erscheint für 80 Lumen subjektiv als ausreichend, obwohl meine alte Surefire P6 mit P60L-80Lumen-LED-Brenner, subjektiv heller erscheint und eine höhere Blendwirkung hat. Die Leuchtdauer ist mit maximal 9,4 Stunden angegeben. In meinem Test verringerte sich die Leuchtkraft nach 4 Stunden leicht. Nach 7 Stunden Dauerbetrieb war die Lichtausbeute schon sehr schwach, um dann nach ziemlich genau 10 Stunden die Funktion einzustellen. Nach den ersten 30 Minuten wurde der Lampenkopf relativ warm, ohne unangenehm zu wirken. Die Glasabdeckung des Brenners blieb dabei allerdings kalt. Als nach 4 Stunden die Leuchtkraft nachließ kühlet sich auch die Lampe ab.

 

 

 

 

Sandtest: Um die beweglichen Teile der Taschenlampe bei Verschmutzung zu testen, führe ich einen Sandtest durch. Ich lege die Lampe  in einen mit trockenem, feinem Sand gefüllten Eimer. Dieser wird 30 Sekunden lang durchgeschüttelt. Diesen Vorgang wiederhole ich 5 Mal. Danach führe ich eine Funktionsüberprüfung der Lampe durch und reinige sie vollständig. Die G3 lies sich von dem Sandtest nicht sonderlich beeindrucken. Das Gewinde zur Endkappe und zum Lampenkopf hat beim Drehen etwas geknirscht aber in der Funktion nichts eingebüßt. Die Reinigung war einfach.

 

 

Hitzetest: Als nächstes kommt der Hitzetest. Hier stecke ich die Lampe, bei 60C. Ober-/Unterhitze, für eine Stunde in den Ofen. Danach führe ich einen vollständigen Funktionstest durch. Durch die Oberflächenstruktur und das verwendete Material der Surefire G3 nahm die Lampe die Hitze nicht so stark an, dass ein Anfassen unangenehm gewesen wäre. Die Funktion der Lampe wurde durch den Hitzetest nicht beeinträchtigt.

 

 

Wassertest: Nach dem Hitzetest kommt die Lampe für 2 Stunden in einen Wassereimer. 10 Minuten davon im eingeschalteten Zustand. Um einen besseren Kontrast für die Bilder zu bekommen, habe ich bei manchen Lampen Pfefferminztee in das Wasser gegeben. Die ungewöhnliche Wasserfarbe ist also nichts Schlimmes ;-) Auch der Wassertest ging an der G3 spurlos vorbei.

 

 

Kältetest: Direkt nach dem Wassertest lege ich die Lampe in ein Eisfach. Dort liegt sie bei -20C. in einem Beutel Eiswürfel. Nachdem ich die Lampe aus dem Eis befreit habe, führe ich einen vollständigen Funktionstest durch. Kälte scheint der G3 auch nichts anzuhaben.

 

 

Stoßtest: Um festzustellen, was die Lampe wirklich verträgt, unterziehe ich sie einem zweigeteilten Stoßtest. Als erstes lasse ich sie 3-mal aus 180cm Höhe auf einen Betonboden fallen. Nach einer vollen Funktionsüberprüfung folgt ein einmaliger Sturz aus 15m Höhe auf lockeres Erdreich. Ebenfalls gefolgt von einer Funktionsüberprüfung. Die G3 macht nicht nur einen robusten Eindruck, sie ist es auch. Keine Probleme bei der Funktion nach dem Stoßtest.

Meiner Meinung nach ist die Surefire G3 eine robuste, griffige, für den taktischen Einsatz ausreichend lichtstarke und relativ sparsame LED-Lampe. Das Holster bietet einige gute Trageoptionen für Lampe und Batterien.

 

Ich hoffe, dass mein Review für Euch hilfreich war.

 

Cheers,

 

Gunner