Primary Weapons Systems DNTC
„DNTC“ steht für Dave-Neth-Tactical-Compensator. Dave-Neth, zweimaliger Weltmeister in der Teamwertung im 3Gun Wettkampf und Beamter der Idaho-State-Police, entwickelte diesen Compensator zusammen mit der Firma Primary Weapons Systems die ebenfalls in Idaho ansässig ist. Als ich den Comp erhalten habe hieß die Firma noch AKConcepts und ihr Hauptaugenmerk galt dem Tuning und der Herstellung von Langwaffen der AK47 Baureihe.
Als ich mich für ein AR15 entschieden habe war mir klar, dass ich es mit einem Comp ausrüsten werde. Was ich wollte war ein Gerät, dass den Hochschlag mindert, nicht so wahnsinnig laut ist, mir nicht den ganzen Druck wieder ins Gesicht bläst und dem äußeren Anschein nach dem A2 MFD ähnlich ist. Einige Bekannte hatten sich bereits mit Kompensatoren ausgestattet und so war es für mich recht leicht herauszufinden was ich nicht wollte. Ich hab dann einige Zeit die einschlägigen Foren durchkämmt und mich dann schließlich für den DNTC entschieden.
Der DNCT kommt für $69,- mit einem „Crush Washer“. Aber irgendwie hat der nicht richtig gepasst, so dass ich mir mit einem einfachen Distanzring weitergeholfen habe.
Seit ich den Comp montiert habe, habe ich ca. 2200 Schuss mit dem AR15 verschossen. Das Meiste davon war AE 55gr.
Und ich muss sagen, dass der DNTC meine Erwartungen erfüllt hat. Zumindest mir gefällt er besser als die meisten Super-Bremsen die auf dem Mark sind.
Etwas was ich ebenfalls wollte war ein geringer Hochschlag. Wenn ich mit meinem AR15 mit A2 Mündungsfeuerdämpfer und Aimpoint auf 25m entfernte IPSC-Scheiben beschossen habe, konnte ich den Punkt grade so in der C-Zone halten und ich brauchte durchschnittlich 0.79 Sekunden für den zweiten Schuss wenn es ein sicheres Alpha sein sollte. Mit dem DNTC konnte ich die Zeit auf 0.45 Sek. runter drücken. Auf 50m war es mir unmöglich den Punkt nach dem ersten Schuss auf der Scheibe zu halten, sodass mich das zweite „A“ fast 2 Sek. gekostet hat. Mit dem Comp konnte ich den Punkt auf der Scheibe halten und die folgenden Split-Zeiten waren ebenfalls deutlich schneller. Ich bin zwar kein Super-Schütze aber mit dem Ding konnte ich meine Zeiten deutlich verbessern. Beim Rückstossverhalten konnte ich im Übrigen keine Veränderung feststellen.
Die Lautstärke. Ja, der DNTC ist lauter als der A2 MFD. Im Vergleich mit JP´s BCTB oder dem SJC-Titan Comp gibt er sich allerdings deutlich milder.
Milder benimmt er sich auch im Bereich der Verteilung der Mündungsgase und des Drucks. Man fühlt zwar, dass man eine Waffe mit Kompensator schießt, jedoch empfand ich es nicht als unangenehm. Bei manchen Bremsen die ich geschossen habe musste man richtig die Zähne zusammen pressen, weil man von dem zurückgeführten Gasdruck so durchgeschüttelt wurde.
Schützen die an der Feuerlinie neben einem stehen werden den höheren Druck zwar wahrnehmen aber nicht durch ihn gestört. Das Schießen im Liegen bereitet keine Probleme. Weder Sand noch Staub werden großartig aufgewirbelt. Schießt man allerdings so, dass die Entlastungsöffnungen im Liegen Richtung Boden zeigen, wenn man die Waffe also seitwärts hält, sieht die Sache schon anders aus.
Für die Pyromanen gibt es auch Mündungsfeuer. Nicht so groß wie bei den fetten Sport-Bremsen aber immerhin fast so groß wie eine Kinderfaust.
Das konnte ich mit der AE-Munition allerdings nur in der Dämmerung wahrnehmen. Bei Tageslicht muss man da schon sehr genau hinsehen um Mündungsfeuer zu erkennen.
Für diejenigen, die gerne auf den Mündungsblitz verzichten möchten, hat die Fa. Primary Weapons Systems den FSC556 im Programm. Das ist quasi ein DNTC mit 4 Fingern wie bei der Vortev-Bremse.
Falls ich mir doch noch mal einen G3-Klon zulege, kommt da mit Sicherheit auch ein DNTC in .308 drauf. Allerdings hat mich nicht nur das Produkt an sich überzeugt, sondern auch der Umgang und der Service mit der Fa. PWS an sich. Kein komisches Gehabe a la „altes Europa“, super netter Kontakt und schnell im Versand.
Ich hoffe, dass Ihr mein Review nützlich gefunden habt.