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Mechanix-Impact-Pro

 

 

Bis vor ein paar Jahren dachte ich noch, dass es sich bei Coyote um ein Tier handelt und mit FDE das Fire-Department Essex gemeint sein könnte. Hier ist jedoch diese typische, dunklere Sandfarbe gemeint, die durch den Krieg gegen den Terror stark an Popularität gewonnen hat. Und so ist es sehr praktisch, dass die Fa. Mechanix aus Valencia, Californien ihren mittelschweren Impact Protection 3.0 Handschuh eben in einer solchen Farbe anbietet. Bei Mechanix heißt die Farbe Duck.

 

 

Der Handrücken des Impact Pro besteht hauptsächlich aus einem zwei-wege Stretch-Netzmaterial. Durch dieses Netzmaterial liegt der Handschuh sehr eng an und ist luftdurchlässig. Handrücken, Knöchel und die obere Seite der Fingerspitzen sind mit leichten Gummiprotektoren geschützt. Durafit ist syntetisches Leder welches die Handfläche bedeckt. Es ist etwas rauer und hat Ähnlichkeit mit Wildleder. Der Handballen ist doppellagig gepolstert und die Fingerspitzen von Daumen, Zeige- und Mittelfinger, sowie ein Teil der Handfläche sind mit rutschfestem Zeus-Clarino gummiert. Durch ein festes Elastikbündchen mit stabilem Klettverschluss wird der Handschuh am Handgelenk fixiert. Angenehm ist auch die Anziehhilfe in Form einer roten Schlinge. Damit lässt sich der eng anliegende Handschuh etwas besser anziehen. Ohne geht’s auch. Also wenn man befürchtet daran hängen bleiben zu können, kann man sie auch abschneiden.

 

Flat-Dark-Earth mit schwarzen Protektoren und grauen Handflächen ? Ja richtig, ein beigefarbiger Nomex-Pilotenhandschuh tarnt sicherlich besser. Aber ist er auch stabiler und verfügt er auch über den Schutz?

 

 

Ich hab die Handschuhe wieder meinen üblichen Tests unterzogen. Als erstes bin ich zum Schießstand gefahren, weil ich wissen wollte, ob man mit den gummierten Fingerspitzen überhaupt präzise schießen kann. Auf der Fahrt zum Stand hatte ich mich schon an die Impact Pro´s gewöhnt. Das Autofahren stellte genau so wenig ein Problem dar wie das anschließende Aufmunitionieren der Magazine. Die Waffenhandhabung ist durch die Handballenpolsterung etwas gewöhnungsbedürftig.

Nach einer kurzen Trainingsphase hatte ich keine Probleme mehr und ich konnte beim Dynamischen- und Präzisionsschießen keine Schwächen erkennen. Da rutscht also kein Handschuhmaterial hinter den Abzug. Schnelle Magazinwechsel, entsichern, sichern, Waffenwechsel, dass lief alles zu meiner Zufriedenheit. Allerdings muss man bei Kurzwaffen mit niedriger Lauf-Sehlen-Axe darauf achten, das der Bereich zwischen Daumen und Zeigefinger nicht auf dem „Beavertail“ festsitzt, sondern mit herunter auf den Griff rutscht. Auch hier tut das Training wieder Abhilfe.

 

 

Die Protektoren auf dem Handrücken sind natürlich nicht mit einer Carbonschale oder einer Quarzsandfüllung zu vergleichen. Dafür ist der Impact Pro aber auch flexibler, leichter und luftiger als Handschuhe mit schwererem Schutz. Vor Verletzungen bei leichten Schlägen gegen feste Gegenstände schützt der Handschuh schon. Wenn man sich z.B. mit der Schußwaffe in entschlossener Schießhaltung durch eine Wohnung oder dichtes Geäst bewegen muss, wo man sich alle Nase lang an Türahmen, Schränken oder dicken Ästen verletzen kann, hilft der Handschuh schon.

 

 

Trotz des Schutzes hat man in ihm noch jede Menge Feingefühl in den Fingern.

Ein Stück dieses Reviews hier habe ich auch mit den angezogenen Handschuhen geschrieben. Bequem ist sicher etwas anderes, aber es geht problemlos. Das Schreiben mit einem Kugelschreiber funktioniert so gut, dass man seine eigene Schrift noch erkennt.  Ein 1-Cent-Stück von einer Glasplatte aufzuheben ist genau so einfach wie die Verwendung der Knöpfe an einem MP-3-Player. Tonfa, Funkgerät, Pfefferspray, Taschenmesser und das Öffnen einer Getränkedose stellte mit den Impact Pro kein Problem dar. Und wenn er nicht mehr so neu aussieht, einfach bei 30 Grad in die Waschmaschine werfen.

 

 

Meiner Meinung nach ist der Impact Pro ein sehr guter mittelschwerer Einsatzhandschuh mit Protektoren für Militär und Polizei. Trotz der Schutzfunktionen lässt sich damit die gesamte Ausrüstung bedienen, ohne das man ihn ausziehen muss. Zur Not kann man sie auch an lassen wenn man schnell mal etwas notieren will. Er ist kein Handschuh für den geschlossenen Einsatz am 1.Mai. Wenn es jedoch mal etwas härter zur Sache geht bietet er der Hand wenigstens etwas Schutz. Als reinen „Schießhandschuh“ finde ich ihn zu stark gepolstert. Wer jedoch einen guten Kompromiss zwischen einem leichten Handschuh sucht, der keinen Schutz bietet und einem festen Handschuh der kaum noch Fingerfertigkeit zulässt, ist man mit dem Impact Pro gut bedient.

Anmerken möchte ich noch, dass der Impact Pro sehr eng sitzt. Ich hab ihn gleich zum Anfang im warmen Wasser eingeweicht und hab ihn dann für eine Weile getragen. Abfärben tut er übrigens nicht.

 

In Deutschland gibt´s ihn für ca. 35,- bei K&W Import.

 

www.mechanix.info

 

Wer Coyote-brown nicht mag kann auch auf den Impact-Pro mit schwarzem Netzmaterial und grauen Protektoren, passend zur Handinnenfläche, zurückgreifen.

Den neuen Impact Pro gibt es jetzt übrigens auch mit beiger Handinnefläche.

 

Ich hoffe Euch hat mein Review zum Mechanix-Impact-Pro gefallen.