BLACKHAWK
Hornet
II

Michael Janich, Inhaber von
Martial-Blade-Concepts in Colorado und Mitarbeiter bei Blackhawk, hat zusammen
mit der Fa. Blackhawk das von James Keating entworfene MOD Hornet mit einem
neuen Konzept versehen und überarbeitet.

Das neue Hornet II soll dem Anwender
die Möglichkeit geben, ein ansprechendes Messer, im durchdachten Design, zu
einem fairen Preis erwerben zu können.

James Keating´s MOD Hornet verfügt
über eine Wolfram beschichtete Klinge aus 154CM Stahl und Griffschalen aus
Flugzeugaluminium nach Milspec
Das Material des Hornet II ist etwas
ökonomischer gewählt, jedoch nicht von schlechter Qualität. Die 79mm lange und
4mm dicke, schwarze, Teflonbeschichtete Klinge, wird in Taiwan aus AUS8A
gefertigt. Sie ist spitz wie eine Nadel und sehr scharf. Rasieren ist damit
kein Problem. Ein „thumb-stud“ befindet sich auf beiden Seiten der Klinge, was
eine 100% Bedienung mit der linken Hand gewährleistet. Im geöffneten Zustand
misst das Hornet II 183mm. Somit hat es die selben Abmessungen wie das MOD
Hornet.

Mit einer kräftigen Bewegung aus dem
Handgelenk lässt sich das Hornet II auch ohne „thumb-stud“ öffnen. Der
Liner-Lock rastet satt ein und verriegelt sicher. Da ist kein Spiel in der
geöffneten Klinge. Genauso wie die oberen Einlagen des Griffes ist der
Liner-Lock aus A420 Stahl. Den „Tischkantentest“ hat es mehrmals bestanden. Die
Stahleinlagen sind in die Griffschalen aus amerikanischen G10 eingelassen. Der
Griff fühlt sich eher eckig an, was für mich anfänglich etwas
gewöhnungsbedürftig war. Unterstützt durch die raue Oberflächenstruktur und die
Griffrillen hat man einen sicheren und festen Griff.

Bei dem MOD Hornet ist nur die
Trageweise „Tip-Down“ für Rechtshänder möglich. Das Hornet II bietet allerdings
alle 4 möglichen Trageoptionen an und der Clip ist ausreichend stark. Am
unteren Ende des Griffstücks befindet sich eine leichte dreieckige Verjüngung.
Sie kann bei geschlossener Klinge gut als Glasbrecher oder als
non-lethal-option eingesetzt werden. Im geöffneten Zustand ragt diese
Verjüngung im Hammer-Grip leicht aus der Unterseite der Faust heraus und bietet
hier ebenfalls eine nicht-letale Option. Das funktioniert allerdings nur bis
zur Handschuhgröße L. Um den Verlust zu verhindern gibt es noch die Möglichkeit
die im Griffstück eingelassene Schlaufenöse zu verwenden.

Die Schnitthaltigkeit hat mich nicht
besonders beeindruckt. Nachdem ich ca. 8 große Pappkartons zerschnitten hatte
war leider kein Rasieren mehr möglich. Auch hat sich die Teflonbeschichtung im
Bereich der Schneide als nicht besonders widerstandsfähig herausgestellt. Als
Verbesserungsvorschlag würde ich empfehlen den Klingenrücken, auf der zum Griff
gewandten Hälfte, mit Griffrillen zu versehen. Wenn man mit dem Hornet II mal
richtig arbeiten muss geht, zumindest bei mir, der Daumen sofort auf den
breiten Klingenrücken. Einen Rutschschutz würde ich dort begrüßen. Weiterhin würde
ich die Torx-Schrauben gegen Philips-Schrauben ersetzen. Ein Schraubendreher a la
Philips ist, global gesehen, vielleicht leichter zu besorgen als ein Torx. Das
mag ja nicht für die „Straßen von San Francisco“ gelten. Aber wenn einer eine
Reise tut…

Trotzdem kann ich sagen, dass mir
das Hornet II nach mehreren Monaten als EDC sehr gut gefallen hat. Es lässt
sich gut tragen, schnell und sicher öffnen, es verriegelt stark, ist sehr
scharf „out-of-the-box“, griffig und macht einen grundsoliden, wertigen
Eindruck. Und das für ca. die Hälfte des Preises eines MOD Hornet.
Ich hoffe Euch hat
mein Review zum Blackhawk Hornet II.