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Blackhawk SERPA AUTO LOCK

 

Das Blackhawk SERPA AUTO LOCK Level III Dienstholster ist  der neue Stern am Holster-Himmel.

Erst kürzlich hat die deutsche Bundeszollverwaltung führ ihre Zivilfahnder das Blackhawk CQC Holster für die verdeckte tageweise angeschafft. Nun steht fest, dass auch die uniformierten Kräfte der Finanz-Polizei ihre nenen H&K P30 Dienstpistolen in Blackhawk-Holstern führen werden. Das Modell für den deutschen Zoll unterscheidet sich etwas von dem bisherigen SERPA AUTO LOCK Level III. Dazu aber später mehr.

 

 

Das Holster besteht aus einem Holsterkörper und der Gürtelplatte. Die Gürtelplatte ist sehr fest, dabei wie der Rest des Holsters auch sehr leicht und im Bereich der Gürtelschlaufen etwas flexibler. Die Gürtelschlaufen werden im unteren Teil verschraubt und könne durch entfernen der selbigen über den Gürtel gesteckt werden. Das hat den Vorteil, dass man den Gürtel nicht abrüsten muss um das Holster an oder ab zu bauen. Das Holster ist mit 3 Schrauben fest mit der Gürtelplatte verbunden. Durch die Anordnung der Schraubenlöcher in der Gürtelplatte, ermöglicht es dem Nutzer das Holsters in 3 verschieden Winkeln zu tragen. Traditionell grade, im FBI-Style, also mit nach vorne geneigtem Griffstück und mit leicht nach hinten geneigtem Griffstück. Für das ziehen über kreuz - Cross draw.

Bei der graden Trageweise befindet sich das Griffstück auf Höhe der Gürtelmitte.

Zwischen Gürtelplatte und Holsterkörper kann bei Bedarf ein „Spacer-Kit“ installiert werden. Wenn nur eine leichte Windjacke zwischen Holster und Gürtel getragen werden soll ist die Standardkonfiguration ausreichend. Bei Winter- und Lederblousons  oder beim Einsatz mit dem Anorak kommt der Nutzer an dem „Spacer-Kit“ nicht vorbei. Denn zur Aktivierung der Sekundärsicherung benötigt der Nutzer etwas Platz zwischen Holsterkörper und Gürtelplatte.

 

  

 

 

Der Holsterkörper besteht wie die Gürtelplatte  aus Fieberglas. Das macht es leicht aber unglaublich stabil. Die Passform meines SERPA AUTO LOCK Level III für die Glock 17 ist exzellent. Über eine Schraube an der Außenseite lässt sich der Ziehwiederstand einstellen. Wird die Waffe geholstert raste sie hörbar in die Primärsicherung, SERPA genannt ein. Wenn die Waffe erst einmal von der SERPA gehalten wird lässt sie sich nur noch, nach Betätigung der außenliegenden Sicherungstaste mittels Zeigefinger, ziehen. Dies ist eine äußerst natürlich Handbewegung und wird von mir als sehr leicht zu erlernen eingestuft.

Mir war es nicht möglich bei aktivierter Primärsicherung die Waffe aus dem Holster zu reißen.  Versuche zum entreißen der Schusswaffe nach hinten, zur Seite, nach oben oder nach vorne blieben ohne Erfolg.

 

  

 

Mir war bekannt, dass es in den USA, grade im Zusammenhang mit der Glock 17 und dem kleinen Bruder des SERPA AUTO LOCK Level III, dem CQC, zu einigen unbeabsichtigten Schussabgaben gekommen seien soll. Die Schützen sind wohl beim aktivieren der Sicherungstaste mit dem Zeigefinger, mit denselben beim Ziehvorgang in den Abzugsbügel gerutscht und lösten so den Schuss aus.

Ich habe mit einem Entladehammer eine Patrone 9x19mm delaboriert. Mit der „Patrone“ die nur noch aus der leeren Hülse und einem Zündhütchen bestand, habe ich versucht eine solche unbeabsichtige Schussabgabe zu provozieren. Was soll ich sagen? Ich hab’s nicht geschafft. Es ist vielleicht nicht unmöglich aber mir war es nicht möglich im Ziehvorgang den Abzug ungewollt zu betätigen.

 

  

 

Die Sekundärsicherung des SERPA AUTO LOCK Level III, „Pivot-Guard“ genannt, ist eine Federgeladene Haube aus Fieberglas die über dem Verschluss geschlossen wird. Die Sekundärsicherung macht das SERPA AUTO LOCK erst zum Level III Holster. Mit dem Daumen der Schießhand wird die Taste der Sekundärsicherung beim ergreifen der Schusswaffe betätigt und die Haube schnellt hörbar nach vorne. Gleichzeitig kann die Primärsicherung mit dem Zeigefinger betätigt werden um die Waffe zu ziehen.

In Bereichen in denen man die Waffe nicht ziehen will oder darf kann das Geräusch beim Öffnen der Sekundärsicherung eventuell deeskalierend wirken. Ist das nicht gewünscht, lässt sich die Sekundärsicherung auch lautlos öffnen indem man die Haube vorwärts führt. Wenn die Haube geöffnet ist läst sie sich auch nur unter zuhilfenahme der Daumentaste wieder schließen. Es kann also nicht passieren, dass die Waffe nicht geholster werden weil sich die Haube geschlossen hat. Alleine das Holstern der Waffe aktiviert ja bereits die Primärsicherung.

 

      

 

Das SERPA AUTO LOCK Level III ist in der mir vorliegenden Ausführung nichts für „Gelegenheitswaffenträger“. Grade beim umsteigen von einem vielleicht anders funktionierenden Sicherheitsholster, bedarf es hier etwas mehr Training um eine Stressfestigkeit zu gewährleisten. Daumen und Zeigefinger müssen hier gleichzeitig konditioniert werde. Das Ergreifen der Waffe und das Erreichen der Sicherungen mit Daumen und Zeigefinger ist zwar recht natürlich gehalten, dennoch erfordert es ernsthaftes Training.

Dafür erhält der Nutzer allerdings ein Holster, dass die Waffe sofort beim Holstern sichert  und den Zugriff dritter sehr erschwert, beim schließen der Sekundärsicherung fast unmöglich macht und dem Nutzer auch bei allen geschlossenen Sicherungen trotzdem die Waffe schnell ziehen läst.

 

Nachdem ich mich ein paar Tage mit dem SERPA AUTO LOCK Level III beschäftigt hatte konnte ich ganz passable Zeiten beim Ziehen der Schusswaffe erreichen.

 

Für einen Center-of-mass Treffer einer Mann-Scheibe, aus 5 Metern Entfernung lag meine reproduzierbare Bestzeit bei 1.17 Sekunden bei Verwendung der Sekundär- und Primärsicherung. Bei Ziehversuchen mit geöffneter „Pivot-Guard“  konnte ich die Zeiten für den ersten Schuss und COM-Treffer auf 0.94 Sekunden reduzieren.

 

Die SERPA-Primärsicherung hat mich überzeugt. Für die verdeckte Trageweise, beim IPSC/IDPA, für operative-Kräfte oder für Nutzer die auf eine erhöhte Zugriffsicherheit verzichten wollen kann ich es nur empfehlen. Wenn der Nutzer allerdings häufig mit unbewaffneten Konfrontationen rechnen muss und seine Waffe offen trägt, würde ich zu der Level III Version mit „Pivot-Guard“ raten. Und eine ordentliche Portion Training.

 

Was die Wahl vielleicht erleichtert ist die modifizierte Version der Zollbehörde.

Das SERPA AUTO LOCK Level III für den deutschen Zoll verfügt über eine deutlich größere Taste der Sekundärsicherung und eine bessere „Führung“ für den Zeigefinger um die richtige Position  nach dem deaktivieren der Primärsicherung zu gewährleisten. Weiterhin hat das Zoll-Holster mit einer Radar-Gürtelplatte ausgeliefert und einer kleinen Öffnung im Bereich des Korn´s. Durch diese wird das fluoreszierende Korn stets mit Licht versorgt.

 

 

Ich hoffe Euch hat mein Review zum HK-Ally gefallen.